In vielen Konzepten, beispielsweise in Graves Entwurf einer allgemeinen Psychotherapie (1998), in Konzepten der Salutogenese oder in Konzepten der Gesundheitsförderung (Becker, 2001; Hurrelmann, 2009; Schemmel u. Schaller, 2003; Franke, 2008) gewinnen Ressourcenkonzepte immer mehr Raum. Die Nutzung der Ressourcen wird besonders in systemischen Ansätzen (siehe Schwing u. Fryszer, 2009; Ritscher, 2002; Hanswille u. Kissenbeck, 2008, Bleckwedel, 2008) und in der Integrativen Therapie (Petzold, 1997) in den Mittelpunkt gestellt.
Insbesondere in einer (systemischen) Traumatherapie benötigen Menschen das Wissen und den Zugang zu ihren Ressourcen, um sich den Herausforderungen einer Traumatherapie stellen zu können und vor allem, um wieder in die Selbstwirksamkeit zu kommen und den Alltag und seine zusätzlichen Schwierigkeiten (Flashbacks, Dissoziationen, Fehlalarmen, Schlaflosigkeit, Krisen, etc.) bewältigen zu können. Können Betroffene auf ihre Ressourcen zugreifen, haben sie die Möglichkeit, sich selbst wieder als handlungsfähig zu erleben und gewinnen dadurch den Eindruck, wieder die „Kontrolle“ über ihr Leben zu erlangen. Somit sind Ressourcen ein Schlüssel für stabilisierende Interventionen für den Alltag, für Krisen und insbesondere für die Vorbereitung einer erfolgreichen Traumabegegnung/-konfrontation und der darauffolgenden Integration. Bei den in der Weiterbildung vermittelten Methoden der Ressourcen- und Stabilisierungstechnicken wird auf die Ansätze der systemischen Therapie, Verhaltenstherapie, Gestalttherapie, klientenzentrierten Therapie, den TT-Formen Ego-State, EMDR, PITT, CIPBS, IRRT sowie den Impacttechniken zurückgegriffen. Dabei soll neben der Vermittlung besonders der einübende Aspekt in Form von Gruppenarbeiten und Demonstrationen im Vordergrund stehen, um eine lebhafte und bereichernde WB zu gewährleisten! Das Seminar richtet sich an Psycholog:innen und Pädagog:innen mit/ohne zusätzliche Therapieausbildung, die mit diesem Klientel therapeutisch und/oder pädagogisch arbeiten und sowohl einen ersten Ein- bzw. Überblick als auch praktische Erfahrung in der traumatherapeutischen/-pädagogischen Arbeit erlangen möchten. Hoher SE-Anteil!* (25 UE)
Inhalte des Seminars: