Im Living Museum wird Kunst zu einem Akt der Befreiung. Menschen, die durch Diagnosen und Stigma unsichtbar geworden sind und an den Rand unserer Gesellschaft gedrängt wurden, schreiben sich hier mit Farben, Linien und Formen neu in die Welt ein.
Inmitten eines Schutzraums verwandelt sich das defizitäre Etikett in eine lebendige, schöpferische Identität – nicht nur reduziert auf das Label psychisch krank, sondern vor allem wahrgenommen als Künstler oder Künstlerin, Musiker oder Musikerin, Schauspieler oder Schauspielerin, etc.
Gemeinschaft, Begegnungen mit der Gesellschaft und Kunstschaffen und -ausstellen verweben sich zu einem durchdringenden Prozess der Rückeroberung von Würde und Autonomie. So zeigt das Living Museum: Dort, wo Kreativität auf Anerkennung trifft, beginnen Stigmata zu verblassen – und Heilung kann entstehen.