Wie gehen wir mit emotionalen Achterbahnfahrten unserer Kinder um? Wie können wir als Eltern wirksam Grenzen setzen? Wie können wir trotz vieler Konflikte wieder positive Verbundenheit fühlen? Und wie ein Kind erreichen, das unerreichbar scheint? Das sind einige der Fragen, die Eltern von Kindern mit herausfordernden Verhaltensweisen – egal, ob jüngere oder bereits erwachsene – sich und Fachkräften oft stellen, wenn sie Beratung und Hilfe suchen.
Was „merk-würdig“ ist, merkt man sich und wirkt über den Moment hinaus. Wie lassen sich Supervisionsprozesse so gestalten, dass sie nachhaltig „merk-würdig“ sind? Wie erweitern wir den Raum nicht nur für unser Gegenüber, sondern auch für uns selbst? Daran arbeiten wir in dieser Kreativ- und Praxiswerkstatt mit „merk-würdigen“ Methoden, die „Kopf“ und „Bauch“ gleichermaßen einbeziehen.
Die paartherapeutische Weiterbildungslandschaft wurde in den letzten Jahrzehnten von Lehrenden und ihren jeweiligen Konzepten geprägt, unter ihnen Arnold Retzer, Hans Jellouschek, Ulrich Clement, David Schnarch, Esther Perel, John Gottmann und Jürg Willi. Sie weisen Gemeinsamkeiten und Unterschiede auf. In diesem Seminar werden einige der zentralen Elemente dieser Ansätze so vor- und einander gegenübergestellt, dass sie unmittelbar in der therapeutischen Praxis zur Anwendung kommen können und Orientierungsmarken für komplexe paartherapeutische Prozesse darstellen.
Seit Beginn der 1990er Jahre gab es im Bereich der Traumatherapie eine rasante Entwicklung, die einerseits beachtliche und hoch effektive Verfahren zu Tage brachte (EMDR, Brainspotting, Ego-State, PITT, IRRT, tfKVT, CIPBS/TRUST, SE, etc.), andererseits fast dem Charakter einer inflationären Flutwelle gleichkam. Umso erstaunlicher ist es, dass erst seit 2005 eine beginnende und intensivere Auseinandersetzung in der systemischen Literatur mit der Psychotraumatologie (traumatherapeutischen Behandlungsverfahren, Traumafolgestörungen sowie neurowissenschaftlichen Erkenntnissen) zu finden ist.
Das Leben im 21. Jahrhundert bietet für viele Menschen ungezählte Möglichkeiten. Gleichzeitig hält es reichlich Unsicherheiten bereit: Ausbildungen halten nicht mehr ein Leben lang, Zeitverträge führen zu Patchwork-Biografien, Lebensplanung wird zum Lotteriespiel. Wer Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung begleitet, muss ihnen die richtigen Fragen zur Verfügung stellen.
Wer sich als Berater:in, Therapeut:in oder Coach selbständig machen möchte, steht vor vielen Fragen: Wo soll ich anfangen? Was muss ich formal beachten? Wie gestalte ich mein Angebot und an wen richte ich es? Wie gewinne ich Klient:innen? Kann ich meine Website selbst erstellen? Wo kann ich noch Werbung machen?
Leben und Tod gehören zusammen. Es gibt kein Leben ohne Tod und keinen Tod ohne Leben.
In unserer Kultur scheinen wir den Tod jedoch nicht sonderlich zu mögen, jedenfalls räumen wir ihm im täglichen Leben nicht allzu viel Platz ein. Im Gegenteil: häufig wollen wir nicht an ihn denken oder erinnert werden, wir haben oft Hemmungen über den (eigenen) Tod zu sprechen. Sterbende werden zumeist an bestimmte Orte gebracht, wo sie im Alltagsleben nicht mehr wahrgenommen werden.
Coaching und Beratung für die Gesunden, Therapie für die Kranken – so lautet die scheinbar eindeutige Richtschnur der psychosozialen Beratung. Im Beratungsraum selbst verschwimmt jedoch schnell, was zuvor klar und eindeutig schien. Anders als beim Beinbruch ist es im Fall psychischer Störungen oft nicht eindeutig, was noch „normal“ und was „krank“ ist.
Seit Beginn der 1990er Jahre gab es im Bereich der Traumatherapie eine rasante Entwicklung, die einerseits beachtliche und hoch effektive Verfahren zu Tage brachte (EMDR, Brainspotting, Ego-State, PITT, IRRT, tfKVT, CIPBS/TRUST, SE, etc.), andererseits fast dem Charakter einer inflationären Flutwelle gleichkam. Umso erstaunlicher ist es, dass erst seit 2005 eine beginnende und intensivere Auseinandersetzung in der systemischen Literatur mit der Psychotraumatologie (traumatherapeutischen Behandlungsverfahren, Traumafolgestörungen sowie neurowissenschaftlichen Erkenntnissen) zu finden ist.
Symptombildungen wie Legasthenie, Dyskalkulie, AD(H)S und Schulverweigerung nehmen ständig zu. Anhand lebendiger Eigendiagnosen betroffener Kinder und Jugendlicher werden hypnosystemische Hypothesenbildungen zum Diskurs angeboten. Denn unter einem ressourcenorientierten Blick könnten wir sie auch als kreative „Teilleistungsfähigkeiten“ bzw. provozierende Rätsel im Kontext gesellschaftlichen Wandels sehen.
Nicht jeder Stress ist traumatischer Stress, doch wenn chronischer Stress auf die Entwicklung eines Kindes einwirkt, hat er besonders heftige Störungen zur Folge. Anders als bei Erwachsenen beeinflusst traumatischer Stress in Form von Vernachlässigung, Misshandlung und anderen Formen von Gewalt die im Wachsen befindliche Struktur des Gehirns. Wie kommt es, dass Kinder oder auch Erwachsene bei kleinsten Belastungen extreme Phänomene der Über- oder Untererregung zeigen, die in der Sprache der Psychotraumatologie als „Übererregung“ und „Dissoziation“ bekannt sind. Was ist dann hilfreich? Was kann man tun?
Sexuelle und/oder Liebeserfahrungen außerhalb der primären Paarbeziehung kommen häufiger vor und sind daher auch ein Paradethema der Paartherapie. Kaum ein Thema ist so reichhaltig: Krisenerleben, existenzielle Fragen, Vertrauen, Verzeihen, Fragen der persönlichen und der Paarentwicklung und nicht zuletzt der erotischen Weiterentwicklung sind im Raum. Paartherapeut:innen sind gefordert, unterschiedliche Spannungsniveaus und Prozesse der Partner:innen über die Zeit zu halten und im paartherapeutischen Prozess sowohl zu folgen als auch sicher zu führen.
Somatic Experiencing (SE) ist ein von P. Levine entwickelter ressourcen- und körperorientierter Ansatz für die Bewältigung von Traumata. Auf der Grundlage eines neurobiologischen Verständnisses von Trauma und Stress wird vermittelt, wie unvollständig gebliebene Verteidigungs- und Überlebensreaktionen in kleinen Schritten neu verhandelt und zum natürlichen Abschluss kommen können. Dadurch wird der Zugang zur inhärenten Selbstregulationsfähigkeit wieder möglich und Symptome können sich auflösen. Über Demonstrationen, Videobeispiele und eigenes Üben werden erste Erfahrungen in der Anwendung der Methode vermittelt. Hoher SE-Anteil!* (25 UE)
Kinderschutz ist komplex. Kinderschutz ist Dialog und Handlung und braucht die Verantwortungsgemeinschaft. Zuweilen werden die beteiligten Personen von den sich entwickelnden Dynamiken herausgefordert. Dabei sind die entstehenden Probleme eine „ungewollte Gemeinschaftsleistung“, die nur gemeinsam und gewollt gut gelöst werden können.
Kinderschutz ist mehr als Multiprofessionalität – denn auch Eltern, junge Menschen und ihre Familien sind Expert:innen für ihre Lebenssituation und mögliche Lösungswege. Sie sind an dem Prozess, den Schutz von Kindern zu sichern, auf Augenhöhe zu beteiligen. Kinderschutz braucht zudem den Dialog der unterschiedlichen Professionen, die Hilfe und Schutz gewährleisten sollen. Und es braucht eine gemeinsame Haltung, definierte Handlungsschritte und abgestimmte Verfahrenswege, damit die Zusammenarbeit (eher) gelingen kann, grade auch wenn es schwierig wird.
Aufstellungsarbeit hat wie kaum ein anderes szenisches Verfahren fachliche Kontroversen ausgelöst und gleichzeitig eine starke Verbreitung im Praxisalltag von Berater:innen und Therapeut:nnen erfahren. Inzwischen gibt es eine große Vielfalt unterschiedlicher Vorgehensweisen und Anwendungsbereiche. Hoher SE-Anteil!* (25 UE)
Systemisches Denken birgt einen reichhaltigen Schatz für die gruppenpsychotherapeutische Arbeit, den wir gemeinsam mit den Teilnehmer:innen heben wollen. Im Seminar werden wir bewährte Grundüberlegungen für eine systemische Arbeit mit Gruppen vorstellen sowie konkretes Handwerkszeug für eine wertschätzende, lösungs- und ressourcenorientierte Arbeit in Gruppen anbieten.
Beim Motivational Interviewing (Motivierende Gesprächsführung) handelt es sich um einen von Miller und Rollnick entwickelten „sowohl klientenzentrierten als auch direktiven Ansatz der Gesprächsführung zur Erhöhung der Eigenmotivation von Menschen, ein problematisches Verhalten zu ändern“ (Körkel & Veltrup, 2003). Dabei ist eine der grundlegenden Annahmen, dass Menschen nicht veränderungsresistent oder gar „im Widerstand“ sind, sondern vielmehr jeder Verhaltensänderung ambivalent gegenüberstehen.
Seit Beginn der 1990er Jahre gab es im Bereich der Traumatherapie eine rasante Entwicklung, die einerseits beachtliche und hoch effektive Verfahren zu Tage brachte (EMDR, Brainspotting, Ego-State, PITT, IRRT, tfKVT, CIPBS/TRUST, SE, etc.), andererseits fast dem Charakter einer inflationären Flutwelle gleichkam. Umso erstaunlicher ist es, dass erst seit 2005 eine beginnende und intensivere Auseinandersetzung in der systemischen Literatur mit der Psychotraumatologie (traumatherapeutischen Behandlungsverfahren, Traumafolgestörungen sowie neurowissenschaftlichen Erkenntnissen) zu finden ist.
Die Narrative Expositionstherapie (NET) ist ein evidenzbasiertes Kurzzeitverfahren zur Behandlung traumatisierter Menschen. Entwickelt vor dem Hintergrund neurobiologischer Erkenntnisse über Trauma und Gedächtnis bietet sie ein klar strukturiertes Vorgehen, um traumatisierten Menschen den Zugang zu ihren Ressourcen wieder zu ermöglichen und den sprachlosen Schrecken der Vergangenheit zu überwinden.
Beim Motivational Interviewing (Motivierende Gesprächsführung) handelt es sich um einen von Miller und Rollnick entwickelten „sowohl klientenzentrierten als auch direktiven Ansatz der Gesprächsführung zur Erhöhung der Eigenmotivation von Menschen, ein problematisches Verhalten zu ändern“ (Körkel & Veltrup, 2003). Dabei ist eine der grundlegenden Annahmen, dass Menschen nicht veränderungsresistent oder gar „im Widerstand“ sind, sondern vielmehr jeder Verhaltensänderung ambivalent gegenüberstehen.
Ludwig Wittgensteins Motto: "Was ist dein Ziel, in der Philosophie? Der Fliege den Ausweg aus dem Fliegenglas zeigen." gilt der Verwendung sprachlicher Formen, in denen wir uns einrichten und manchmal einengen – z.B. in verdinglichenden Redeweisen über Gefühle. Das bietet eine Spur, wie sich poetisches Denken für Beratung und (Selbst)supervision gut eignet.