Die paartherapeutische Weiterbildungslandschaft wurde in den letzten Jahrzehnten von Lehrenden und ihren jeweiligen Konzepten geprägt, unter ihnen Arnold Retzer, Hans Jellouschek, Ulrich Clement, David Schnarch, Esther Perel, John Gottmann und Jürg Willi. Sie weisen Gemeinsamkeiten und Unterschiede auf. In diesem Seminar werden einige der zentralen Elemente dieser Ansätze so vor- und einander gegenübergestellt, dass sie unmittelbar in der therapeutischen Praxis zur Anwendung kommen können und Orientierungsmarken für komplexe paartherapeutische Prozesse darstellen.
Dabei werden alle wesentlichen Phasen einer Paartherapie berücksichtigt. Es werden zudem Interventionen gezeigt und im Rollenspiel eingeübt, die sich aus den jeweiligen Theorien ableiten lassen und sich in der therapeutischen Tätigkeit bewährt haben. Das bisherige paartherapeutische Repertoire wird durch die Quintessenzen reflektiert, angereichert und das Spektrum an Interventionsmöglichkeiten vergrößert. Die Veranstaltung richtet sich an Kolleg:innen mit Vorerfahrung und/oder aktueller Tätigkeit im Bereich Paartherapie/Paarberatung. Natürlich können auch Kolleg:innen, die beabsichtigen vermehrt mit Paaren zu arbeiten, von dem Seminar profitieren, wobei ich darauf hinweisen möchte, dass der Fokus auf der Vertiefung liegen wird. (25 UE)