„Der Fliege den Ausweg aus dem Fliegenglas zeigen“ – Praktische Philosophie in beruflicher Praxis: Poetisch denken – poetisch beraten?!*

Ludwig Wittgensteins Motto: "Was ist dein Ziel, in der Philosophie? Der Fliege den Ausweg aus dem Fliegenglas zeigen." gilt der Verwendung sprachlicher Formen, in denen wir uns einrichten und manchmal einengen – z.B. in verdinglichenden Redeweisen über Gefühle. Das bietet eine Spur, wie sich poetisches Denken für Beratung und (Selbst)supervision gut eignet.

Die Kunst poetischen Denkens besteht darin, Sprache in unterschiedlichen dichterischen Mustern zu nutzen, damit wir Umstände unseres Lebens neu befragen, neu ordnen können – und dann vielleicht Neues tun. Haiku, Aphorismus, Sonett, Schreiben und Denken in der 3. Person und „Weisheitsgeschichten“ lassen neu Notiz nehmen davon, was sich neu denken, sagen und schließlich tun ließe. Gute praktische Erfahrungen in Beratung und Coaching bestätigen die Leitidee: Strenge Form befördert Kreativität enorm. Poetisches Denken, als systemische Methode betrachtet, bewegt sich im Medium Sprache und nutzt es systematisch neu. Konzept und Praxis poetischer Formen und poetischen Denkens werden vorgestellt und praktisch ausprobiert. Grammatik ist Alltag in permanenter Verwendung. Dichterische Verwendungen von Sprache stellen eigen-artige Formen der Gewissheit zur Verfügung. Poetisch denken ist nützlich, wenn wir allmählich anderes alltäglich werden lassen wollen. Hoher SE Anteil!* (16 UE)

Hoher SE-Anteil
Dozent:in
Veranstaltungsort
Helm-Stierlin-Institut
Termine
  • Mo. 25.01.2027 09:00 – Di. 26.01.2027 16:00
Anmeldung möglich.
Kosten
300,00 Euro
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