Systemischer Feminismus in der Beratung

Patriarchale Muster erkennen – wirksam intervenieren

Patriarchale Kommunikations- und Entscheidungsstrukturen prägen oft unbemerkt Organisationen und Beratungsprozesse. Wer übernimmt Macht? Wer wird übergangen? Und welche Rollen werden stillschweigend zugeschrieben? Dieses Seminar zeigt, wie Berater:innen diese Dynamiken erkennen und systemisch-feministisch intervenieren können.

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Blinde Flecken in der systemischen Beratung: Wie beeinflussen unbewusste patriarchale Muster unsere Sicht auf Teams, Führungskräfte und Organisationen?
  • Neutralität vs. Allparteilichkeit: Reflexion der eigenen Sozialisation und der Wirkung organisationaler Strukturen auf Macht und Geschlecht.
  • Praxisnahe Fallvignetten:
    • Töchter in der Nachfolge in Familienunternehmen: Wer wird als „führungsfähig“ wahrgenommen?
    • Frauen in traditionell männlich geprägten Organisationen: Wie wirken Rollenbilder auf Karrieren und Entscheidungsspielräume?
    • Organisationen in Veränderungsprozessen: Welche subtilen Ausschlussmechanismen erschweren Partizipation und Innovation?

Methoden: Fallstudien, Selbstreflexion, Transferübungen, kollegiale Beratung – alles praxisnah und direkt anwendbar.

Ziel: Teilnehmende entwickeln eine geschärfte Wahrnehmung für Macht-, Geschlechter- und Ausschlussdynamiken und lernen, Beratungsprozesse emanzipatorisch und organisationsgerecht zu gestalten. So wird Beratung nicht nur professioneller, sondern Organisationen zukunftsfähiger.

Das Seminar richtet sich an Systemische Berater:innen, Organisationsberater:innen, Coaches und Supervisor:innen. (16 UE)

Dozent:in
Veranstaltungsort
Helm Stierlin Institut
Termine
  • Mo. 04.10.2027 09:00 – Di. 05.10.2027 16:00
Anmeldung möglich.
Kosten
400,00 Euro
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