Sexuelle und/oder Liebeserfahrungen außerhalb der primären Paarbeziehung kommen häufiger vor und sind daher auch ein Paradethema der Paartherapie. Kaum ein Thema ist so reichhaltig: Krisenerleben, existenzielle Fragen, Vertrauen, Verzeihen, Fragen der persönlichen und der Paarentwicklung und nicht zuletzt der erotischen Weiterentwicklung sind im Raum. PaartherapeutInnen sind gefordert, unterschiedliche Spannungsniveaus und Prozesse der PartnerInnen über die Zeit zu halten und im paartherapeutischen Prozess sowohl zu folgen als auch sicher zu führen.
Im Seminar durchwandern wir gemeinsam prototypische Stadien eines Therapieprozesses und üben ausgewählte Prozessschritte. Auch für die Arbeit im Einzelsetting können die vorgestellten Konzepte sehr nützlich sein. Es gibt Raum für Selbstreflexion der eigenen professionellen Haltungen zum Thema Außenbeziehungen und den Blick auf eigene Fälle. Das Seminar richtet sich an therapeutisch/beraterisch erfahrenere KollegInnen. (16 UE)