Machtkompetenz*

Selbsterfahrung, Reflexion und professionelles Handeln in Machtbeziehungen

Machtkompetenz bezeichnet die Fähigkeit, Macht bewusst wahrzunehmen, zu reflektieren und verantwortungsvoll zu gestalten – in professionellen Rollen ebenso wie in privaten und gesellschaftlichen Kontexten. Menschen, die mit Menschen arbeiten, verfügen stets über Macht: durch Rollen, Aufträge, Entscheidungen, Bewertungen, Schutz- und Kontrollfunktionen. Gleichzeitig wird Macht in vielen Professionen moralisch vermieden, unzureichend reflektiert oder verdeckt ausgeübt.

Dieses Seminar bietet einen vertieften, selbsterfahrungsorientierten Zugang zum Thema Macht. Es verbindet persönliche Reflexion mit theoretischer Einordnung und konkretem Handlungswissen. Die Teilnehmenden setzen sich mit unterschiedlichen Macht- und Beziehungsmodi auseinander, reflektieren die Legitimation und Begrenzung von Macht und entwickeln Sicherheit im Umgang mit Grenz- und Dilemmasituationen, etwa in Schutz- oder Organisationskontexten.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Integration von Selbsterfahrung, professioneller Rolle und organisationaler Einbettung. Macht wird nicht nur im Verhältnis zu Klient:innen betrachtet, sondern auch in Teams, Hierarchien, Institutionen sowie im privaten und gesellschaftlichen Erleben. Ziel des Seminars ist es, Machtkompetenz als zentrale professionelle Fähigkeit zu stärken: Klarheit statt Moral, Verantwortung statt Vermeidung und Handlungsfähigkeit statt impliziter oder unguter Machtausübung. Hoher SE-Anteil!* (16 UE)

Hoher SE-Anteil
Dozent:in
Veranstaltungsort
Helm-Stierlin-Institut
Termine
  • Mo. 05.07.2027 09:00 – Di. 06.07.2027 16:00
Anmeldung möglich.
Kosten
300,00 Euro
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