In psychosozialen Arbeitsfeldern stehen wir Fachkräfte jeden Tag unsere Frau bzw. unseren Mann und geraten in ein Spannungsfeld unterschiedlichster Erwartungen. Wir sollen Krisensituationen entschärfen, mögliche Problemlagen zügig bearbeiten, betroffene Kinder schützen und hilfesuchende Erwachsene wohlwollend begleiten und dabei selbst gefestigt und „Fels in der Brandung“ sein.
Trauma often happens in a dynamic, through relationship. Therefore, it makes sense that healing happens through relationships. Trauma lives in the unconscious somatic realms of the body. Therefore, it makes sense that healing happens when we learn to listen and communicate to the unspoken, unseen, somatic and felt. In this special three-day immersion, Natalia Rachel will guide you to approach therapeutic practises from both a relational and somatic approach.
In der Arbeit mit Menschen, die an Traumafolgestörungen leiden, spielt die Entwicklung und Erweiterung von Selbstheilungskräften und von selbstwirksamem Verhalten eine grundlegende Rolle. Aufklärung darüber, was bei Traumatisierung geschieht und wie sich Traumafolgestörungen auswirken, hilft, das durch Traumatisierung oft „ver-rückte“ Verhalten - welches ein normales Verhalten auf verrücktes Erleben darstellt - einzuordnen und zu verstehen.
In diesem Seminar sind die Teilnehmer:innen eingeladen auf vielfältige Weise in Kleingruppen und der Gesamtgruppe in ihrem Lebensskript zu stöbern. Geleitete Imaginationen, Träume, kreatives Arbeiten mit Bildern und Geschichten ermöglichen einen leichten und doch tiefgründigen Zugang zum inneren Drehbuch, das die Gestaltung unserer Gegenwart – oft unbewusst – prägt.
Dieses dreitägige Selbsterfahrungsseminar eröffnet Zeit und Raum, wesentlichen Fragen des eigenen Lebens nachzugehen. Mit einem breiten Spektrum an Reflexionseinladungen aus der systemischen Welt, körperorientierten Verfahren und kreativen Übungen aus der Schauspielschule erkunden wir uns, unsere Selbst-Organisation und Lebensgestaltung: Welche Beziehung habe ich zu mir und anderen? Welche Werte und Haltungen sind mir wichtig?
Systemische Haltungen und Methoden zu nutzen, um die eigene Lebensgeschichte, persönliche Themen, relevante Beziehungen, private und berufliche Rollen und Zukunftsfragen zu betrachten, bildet ein wichtiges Fundament der systemtherapeutischen Tätigkeit. Auf der Riederalp im Allgäu umrahmt uns dazu inspirierend die Natur. Fünf Tage lang nähern wir uns unseren Themen und Mustern in verschiedenen Formaten: im Plenum, in Kleingruppen und allein, In- und Outdoor.
Muster, Aufträge und Geschichten, die wir aus unseren Ursprungsfamilien mitnehmen, beeinflussen uns oft ein ganzes Leben lang. Die Arbeit mit dem eigenen Genogramm erleichtert es, Geschichten anders zu erzählen, Kausalitäten neu zu sehen und den Schatz an Ressourcen zu entdecken. In diesem Seminar wird Liz Nicolai ganz praktisch in die ressourcenorientierte Genogrammarbeit und Familienrekonstruktion einsteigen, um mit Einzelnen oder in Kleingruppen Themen der Lebensgeschichte zu reflektieren und neu zu ordnen. Hoher SE-Anteil!* (25 UE)
Erotik ist einerseits medial omnipräsent, andererseits individuell – oft noch immer tabuisiert. Gerade Frauen leben im Spannungsfeld zwischen sexualisierter Gewalt und lustvoller Selbstbestimmung, der scheinbaren Freizügigkeit und dem alten Dualismus Heilige – Hure. Wo scheinbar alles sein kann oder muss, wie findet Frau heraus, was Sie will und nicht will, wie eignet sich Frau den „Vermarktungsplatz“ des eigenen Körpers in Zeiten des Schönheitswahns wieder lustvoll an?
Seit Beginn der 1990er Jahre gab es im Bereich der Traumatherapie eine rasante Entwicklung, die einerseits beachtliche und hoch effektive Verfahren zu Tage brachte (EMDR, Brainspotting, Ego-State, PITT, IRRT, tfKVT, CIPBS/TRUST, SE, etc.), andererseits fast dem Charakter einer inflationären Flutwelle gleichkam. Umso erstaunlicher ist es, dass erst seit 2005 eine beginnende und intensivere Auseinandersetzung in der systemischen Literatur mit der Psychotraumatologie (traumatherapeutischen Behandlungsverfahren, Traumafolgestörungen sowie neurowissenschaftlichen Erkenntnissen) zu finden ist.
Der gesamte Körperausdruck wirkt unmittelbar auf die Menschen in unserem Umfeld und beeinflusst wechselseitig unsere Interaktionen. Das bewusste Erleben und Kennenlernen der Körpersprache hilft uns, uns selbst, sowie Dynamiken und Wechselwirkung in Begegnungen bzw. Beziehungen besser zu verstehen und diese positiv zu gestalten.Ein Schwerpunkt des Seminars ist das Bewusstmachen von Ausdruck, z.B. Haltungen, Gesten und Handlungen, welche meist eher unbewusst ablaufen.
Die Emotionsfokussierte Therapie (EFT) nach L. Greenberg ist ein wissenschaftliches Therapieverfahren, bei welchem Bewusstsein, Akzeptanz, Verstehen und Veränderung von Emotionen im Zentrum stehen. Schwerpunkt wird sein, wie ein/e Patient:in Zugang zu seinem/ihrem emotionalen Erleben, v.a. zu schmerzhaften Emotionen wie Scham, Traurigkeit und Angst gewinnt und wie er/sie dysfunktionale Emotionen verändern kann.
In der systemischen Therapie ergeben sich viele Möglichkeiten der Körper- und kreativen Arbeit. Haptische Zugänge zu Beziehungen oder kreative Möglichkeiten der Skulpturarbeit sind hier nur einige Beispiele. In diesem Workshop wollen wir sie praktisch und theoretisch über Bewegung, Klänge und andere kreative Medien in Kontakt mit der systemischen Therapie und deren kreativen Methodenvielfalt bringen.
Wie gehen wir mit emotionalen Achterbahnfahrten unserer Kinder um? Wie können wir als Eltern wirksam Grenzen setzen? Wie können wir trotz vieler Konflikte wieder positive Verbundenheit fühlen? Und wie ein Kind erreichen, das unerreichbar scheint? Das sind einige der Fragen, die Eltern von Kindern mit herausfordernden Verhaltensweisen – egal, ob jüngere oder bereits erwachsene – sich und Fachkräften oft stellen, wenn sie Beratung und Hilfe suchen.
Was „merk-würdig“ ist, merkt man sich und wirkt über den Moment hinaus. Wie lassen sich Supervisionsprozesse so gestalten, dass sie nachhaltig „merk-würdig“ sind? Wie erweitern wir den Raum nicht nur für unser Gegenüber, sondern auch für uns selbst? Daran arbeiten wir in dieser Kreativ- und Praxiswerkstatt mit „merk-würdigen“ Methoden, die „Kopf“ und „Bauch“ gleichermaßen einbeziehen.
Die paartherapeutische Weiterbildungslandschaft wurde in den letzten Jahrzehnten von Lehrenden und ihren jeweiligen Konzepten geprägt, unter ihnen Arnold Retzer, Hans Jellouschek, Ulrich Clement, David Schnarch, Esther Perel, John Gottmann und Jürg Willi. Sie weisen Gemeinsamkeiten und Unterschiede auf. In diesem Seminar werden einige der zentralen Elemente dieser Ansätze so vor- und einander gegenübergestellt, dass sie unmittelbar in der therapeutischen Praxis zur Anwendung kommen können und Orientierungsmarken für komplexe paartherapeutische Prozesse darstellen.
Seit Beginn der 1990er Jahre gab es im Bereich der Traumatherapie eine rasante Entwicklung, die einerseits beachtliche und hoch effektive Verfahren zu Tage brachte (EMDR, Brainspotting, Ego-State, PITT, IRRT, tfKVT, CIPBS/TRUST, SE, etc.), andererseits fast dem Charakter einer inflationären Flutwelle gleichkam. Umso erstaunlicher ist es, dass erst seit 2005 eine beginnende und intensivere Auseinandersetzung in der systemischen Literatur mit der Psychotraumatologie (traumatherapeutischen Behandlungsverfahren, Traumafolgestörungen sowie neurowissenschaftlichen Erkenntnissen) zu finden ist.
Das Leben im 21. Jahrhundert bietet für viele Menschen ungezählte Möglichkeiten. Gleichzeitig hält es reichlich Unsicherheiten bereit: Ausbildungen halten nicht mehr ein Leben lang, Zeitverträge führen zu Patchwork-Biografien, Lebensplanung wird zum Lotteriespiel. Wer Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung begleitet, muss ihnen die richtigen Fragen zur Verfügung stellen.
Leben und Tod gehören zusammen. Es gibt kein Leben ohne Tod und keinen Tod ohne Leben.
In unserer Kultur scheinen wir den Tod jedoch nicht sonderlich zu mögen, jedenfalls räumen wir ihm im täglichen Leben nicht allzu viel Platz ein. Im Gegenteil: häufig wollen wir nicht an ihn denken oder erinnert werden, wir haben oft Hemmungen über den (eigenen) Tod zu sprechen. Sterbende werden zumeist an bestimmte Orte gebracht, wo sie im Alltagsleben nicht mehr wahrgenommen werden.
Seit Beginn der 1990er Jahre gab es im Bereich der Traumatherapie eine rasante Entwicklung, die einerseits beachtliche und hoch effektive Verfahren zu Tage brachte (EMDR, Brainspotting, Ego-State, PITT, IRRT, tfKVT, CIPBS/TRUST, SE, etc.), andererseits fast dem Charakter einer inflationären Flutwelle gleichkam. Umso erstaunlicher ist es, dass erst seit 2005 eine beginnende und intensivere Auseinandersetzung in der systemischen Literatur mit der Psychotraumatologie (traumatherapeutischen Behandlungsverfahren, Traumafolgestörungen sowie neurowissenschaftlichen Erkenntnissen) zu finden ist.
Coaching und Beratung für die Gesunden, Therapie für die Kranken – so lautet die scheinbar eindeutige Richtschnur der psychosozialen Beratung. Im Beratungsraum selbst verschwimmt jedoch schnell, was zuvor klar und eindeutig schien. Anders als beim Beinbruch ist es im Fall psychischer Störungen oft nicht eindeutig, was noch „normal“ und was „krank“ ist.
Symptombildungen wie Legasthenie, Dyskalkulie, AD(H)S und Schulverweigerung nehmen ständig zu. Anhand lebendiger Eigendiagnosen betroffener Kinder und Jugendlicher werden hypnosystemische Hypothesenbildungen zum Diskurs angeboten. Denn unter einem ressourcenorientierten Blick könnten wir sie auch als kreative „Teilleistungsfähigkeiten“ bzw. provozierende Rätsel im Kontext gesellschaftlichen Wandels sehen.
Nicht jeder Stress ist traumatischer Stress, doch wenn chronischer Stress auf die Entwicklung eines Kindes einwirkt, hat er besonders heftige Störungen zur Folge. Anders als bei Erwachsenen beeinflusst traumatischer Stress in Form von Vernachlässigung, Misshandlung und anderen Formen von Gewalt die im Wachsen befindliche Struktur des Gehirns. Wie kommt es, dass Kinder oder auch Erwachsene bei kleinsten Belastungen extreme Phänomene der Über- oder Untererregung zeigen, die in der Sprache der Psychotraumatologie als „Übererregung“ und „Dissoziation“ bekannt sind.
Sexuelle und/oder Liebeserfahrungen außerhalb der primären Paarbeziehung kommen häufiger vor und sind daher auch ein Paradethema der Paartherapie. Kaum ein Thema ist so reichhaltig: Krisenerleben, existenzielle Fragen, Vertrauen, Verzeihen, Fragen der persönlichen und der Paarentwicklung und nicht zuletzt der erotischen Weiterentwicklung sind im Raum. Paartherapeut:innen sind gefordert, unterschiedliche Spannungsniveaus und Prozesse der Partner:innen über die Zeit zu halten und im paartherapeutischen Prozess sowohl zu folgen als auch sicher zu führen.
Somatic Experiencing (SE) ist ein von P. Levine entwickelter ressourcen- und körperorientierter Ansatz für die Bewältigung von Traumata. Auf der Grundlage eines neurobiologischen Verständnisses von Trauma und Stress wird vermittelt, wie unvollständig gebliebene Verteidigungs- und Überlebensreaktionen in kleinen Schritten neu verhandelt und zum natürlichen Abschluss kommen können. Dadurch wird der Zugang zur inhärenten Selbstregulationsfähigkeit wieder möglich und Symptome können sich auflösen. Über Demonstrationen, Videobeispiele und eigenes Üben werden erste Erfahrungen in der Anwendung der Methode vermittelt. Hoher SE-Anteil!* (25 UE)
Kinderschutz gelingt nur gemeinsam und ist mehr als Multiprofessionalität- denn auch Eltern, junge Menschen und ihre Familien sind Expert:innen für ihre Lebenssituation und mögliche Lösungswege. Sie sind an dem Prozess, den Schutz von Kindern zu sichern, auf Augenhöhe zu beteiligen. Kinderschutz braucht zudem den Dialog der unterschiedlichen Professionen, die Hilfe und Schutz gewährleisten sollen. Und es braucht eine gemeinsame Haltung, definierte Handlungsschritte und abgestimmte Verfahrenswege, damit die Zusammenarbeit (eher) gelingen kann.
Aufstellungsarbeit hat wie kaum ein anderes szenisches Verfahren fachliche Kontroversen ausgelöst und gleichzeitig eine starke Verbreitung im Praxisalltag von Berater:innen und Therapeut:nnen erfahren. Inzwischen gibt es eine große Vielfalt unterschiedlicher Vorgehensweisen und Anwendungsbereiche. Hoher SE-Anteil!* (25 UE)
Systemisches Denken birgt einen reichhaltigen Schatz für die gruppenpsychotherapeutische Arbeit, den wir gemeinsam mit den Teilnehmer:innen heben wollen. Im Seminar werden wir bewährte Grundüberlegungen für eine systemische Arbeit mit Gruppen vorstellen sowie konkretes Handwerkszeug für eine wertschätzende, lösungs- und ressourcenorientierte Arbeit in Gruppen anbieten.