Erotik ist einerseits medial omnipräsent, andererseits individuell – oft noch immer tabuisiert. Gerade Frauen leben im Spannungsfeld zwischen sexualisierter Gewalt und lustvoller Selbstbestimmung, der scheinbaren Freizügigkeit und dem alten Dualismus Heilige – Hure. Wo scheinbar alles sein kann oder muss, wie findet Frau heraus, was Sie will und nicht will, wie eignet sich Frau den „Vermarktungsplatz“ des eigenen Körpers in Zeiten des Schönheitswahns wieder lustvoll an?
In diesem Seminar sind die Teilnehmer:innen eingeladen auf vielfältige Weise in Kleingruppen und der Gesamtgruppe in ihrem Lebensskript zu stöbern. Geleitete Imaginationen, Träume, kreatives Arbeiten mit Bildern und Geschichten ermöglichen einen leichten und doch tiefgründigen Zugang zum inneren Drehbuch, das die Gestaltung unserer Gegenwart – oft unbewusst – prägt.
Rahmen definieren die Grenze zwischen dem Innen und dem Außen. Sie können einengen, Halt geben, prägnant oder unscheinbar sein, den Inhalt zur Geltung bringen oder von ihm ablenken. Manchmal fällt sogar jemand aus dem Rahmen oder sprengt diesen gar. Grenzerfahrungen und der Wunsch nach freier Entfaltung sind wesentlicher Inhalt der therapeutischen Arbeit. Weil auch Sprache an Grenzen stoßen kann, ist es hilfreich, wenn Therapeut:innen zusätzlich erlebensorientierte Methodiken zur Verfügung stehen.
EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) ist ursprünglich eine Methode zur Behandlung von Traumafolgesymptomatiken. Mittlerweile wird sie auch sehr erfolgreich bei Ängsten, Zwängen, Süchten, chronischen Schmerzen und weiteren Symptomen angewandt. Zentrales Element ist die „bilaterale Stimulation“, bei der Patient:innen den horizontalen Fingerbewegungen der/s Therapeut:in folgen, während sie gleichzeitig systematisch an belastende Bewusstseinsinhalte erinnert werden.
Sexualität beschäftigt viele Menschen. Über eigene sexuelle Themen in Psychotherapie, Paartherapie und Beratung zu sprechen, fällt ihnen aber nicht leicht. Dies gilt für Alle und insbesondere für Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Identität oder Orientierung oder aus anderen Gründen Diskriminierung fürchten. Ist der/die Berater:in kompetent? Wird sie mich verurteilen? Darf das hier Thema sein?
Zaubern und verzaubert zu werden bedeutet einzutauchen in eine andere Welt - durch Zauberei wird das scheinbar Unmögliche möglich. Therapeutisches Zaubern als Kombination aus Zauberkunst und Hypnotherapie bringt Faszination und Leichtigkeit in die Therapie und Beratung mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in der Einzelarbeit oder beim gemeinsamen Zaubern - Väter und Kinder, Großeltern und Enkel:innen, Mütter und Kinder, Eltern und Großeltern - fördert den Kontakt und gegenseitiges Verständnis, ermöglicht sogar Bewunderung füreinander.
Glück ist ein bunter Blumenstrauß, da ist für jeden etwas dabei – zum Glück! Herausforderung und Belastungen gehören zum Leben, sie sind Geschwister von Glück und Zufriedenheit. In diesem Seminar werden Sie in Kontakt kommen mit Ihren Fähigkeiten und Stärken. Sie werden lernen, dass Zufriedenheit und Glück von Ihnen und Ihrer Sicht auf Ihr Leben abhängen und Sie werden praktisch erleben, wie Sie dazu beitragen können. Wir werden im Plenum, in Kleingruppen und auch jede:r für sich arbeiten. Hoher SE-Anteil!* ( 16 UE)
Ein Einführungskurs in die Hypnotherapie, extra für systemisch vorgebildete Kolleg:innen! Spätestens seit Gunther Schmidt ist klar: Kaum etwas geht so wunderbar gut zusammen wie die systemischen Denk- und Handlungsansätze und die Ericksonschen hypnotherapeutischen Ansätze. Stefan Junker ist ein erfahrener und innovativer Hypnotherapie-Lehrtrainer der Milton-Erickson-Gesellschaft.
Dieses dreitägige Selbsterfahrungsseminar bietet einen erlebnisorientierten Einblick in die Heldenreise als systemische Landkarte für Veränderungsprozesse. Exemplarisch werden zentrale Stationen erfahrbar: der innere Ruf nach Veränderung, die Aktivierung von Ressourcen sowie die Begegnung mit inneren Widerständen.
Kaum ein psychologisches Etikett hat in den Medien und der privaten Kommunikation eine solche Verbreitung erfahren wie „Narzisst“! Doch hilft das – außer zu den guten Gefühlen die Beschimpfungen so mit sich bringen können?
Sterben, Tod und Trauer begegnen uns im privaten wie auch im Beratungs- und Therapiekontext.
Seit Beginn der 1990er Jahre gab es im Bereich der Traumatherapie eine rasante Entwicklung, die eine Fülle an Ideen und Techniken zur Ressourcen- und Stabilisierungsarbeit mit traumatisierten Klient:innen zu Tage gebracht hat. Auch die systemische Therapie hat sich seit 2005 mit ihren eigenen Ideen daran beteiligt.
Es ist so gut wie unvermeidlich, dass in Beziehungen, die auf Dauer angelegt sind, die Partner einander verletzen und so die Liebesbeziehung mehr oder weniger belastet wird. Damit werden die Partner unweigerlich zu Tätern und Opfern und laufen Gefahr, darauf mit nicht enden wollenden gegenseitigen Vorwürfen und Streits zu reagieren, was nicht selten in Trennungen mündet.
Kopfschmerzen auf einen Mangel an Aspirin zu reduzieren steht für mich sinnbildlich für ein Denken, das Lebenskomplexität in lineare Ketten übersetzt und seine Lösungen durch Optimierungen an der Oberfläche sucht.
Ein Seminar zu systemischer Behandlung und Begleitung von psychosomatischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter in Therapie und Beratung für alle Berufsgruppen.
In diesem Seminar werden Konzepte des Zusammenspiels aus Körper, Psyche und Kommunikation behandelt und mit Selbsterfahrungsübungen erlebbar gemacht. Besonderes Augenmerk gilt anschließend (chronisch) erkrankten Kindern und Jugendlichen sowie deren Familiensystemen.
Wer mit Gruppen oder Teams arbeitet, kommt um Moderation nicht umhin. Denn Moderation bietet einen hilfreichen Rahmen, um Gruppenprozesse zu strukturieren, Gespräche zu fokussieren und unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen.
Digitale Medien sind Teil des Alltags – und manchmal kippt Nutzung in Kontrollverlust. Media Use Disorder (Gaming, Social Media, Internet) entsteht und stabilisiert sich häufig in Wechselwirkungen von Stressregulation, Beziehung, Regeln, Konflikt und Zugehörigkeit.
Sag mir wie du geliebt wurdest, und ich sage dir, wie du dich im Paarkonflikt verhältst – und es in der Zukunft anders machen kannst!
Sowohl in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen als auch in der therapeutischen Arbeit mit anderen Klient:innengruppen ist es häufig eine Herausforderung, eine gemeinsame Sprache zu finden. Gespräche verlaufen länger als notwendig oberflächlich, Ideen bleiben theoretisch und nicht greifbar, hilfreiche Konzepte erscheinen zu abstrakt und kompliziert. Die kreativen Techniken der Impact Therapie nach Dr. Ed Jacobs konkretisieren in kurzer Zeit Konzepte, schaffen so eine rasche Möglichkeit zur Gesprächstiefe, sprechen alle Sinne der Klient:innen an, aktivieren sowohl Berater:in als auch Klient:in und unterstützen sie in ihrer Lösungsfindung.
Konflikte sind anstrengend und verletzungsreich – und gleichzeitig ein zentraler Wachstumsmotor in zwischenmenschlichen Beziehungen. Sie entstehen da, wo es uns um etwas geht: In Paar-, Familien- und Freundschaftsbeziehungen, zwischen Kollegen und in Teams. Sie machen uns aufmerksam auf zentrale Bedürfnisse und fordern uns auf, immer wieder neu die innere Komfortzone zu verlassen.
Ignoranz, Beleidigungen, Schläge, Deepfakes … Mobbing hat viele Gesichter. Zahlreiche Handlungen scheinen der Absicht zu folgen, ein ausgewähltes Opfer zu schädigen. Doch ist das wirklich so? In dem Seminar setzen wir gemeinsam die systemische Brille auf und stellen uns unter anderem diese Frage.
Systemische Selbsterfahrung verbindet ressourcenorientiert die Vergangenheit mit der Zukunft. Wo kamen wir – als systemische Therapeut:innen und Berater:innen – her, wo stehen wir gegenwärtig, welche Hoffnungen und Ziele haben wir für unsere Zukunft? In diesem Seminar wird vermittelt, wie man Ressourcen und Schätze aus der eigenen Herkunftsfamilie als Fundament für eine gute Gegenwart und eine erfüllte Zukunft nutzen kann.
Wirklichkeitskonstruktionen von Menschen sind facettenreich und können für Fachpersonen mehr oder weniger herausfordernd sein.
Dieses Seminar widmet sich möglichen Herausforderungen, die sich durch die Facette Migration in systemischer Therapie und Beratung zeigen können. Wir beschäftigen uns mit der Sorge, in Fettnäpfchen zu treten. Wir betrachten Ideen davon, was „richtig“ und „falsch“ im Umgang mit sogenannten anderen Kulturen ist und finden heraus, wie Kultursensibilität und Sicherheitsgefühl in der eigenen professionellen Rolle mit einer Portion Leichtigkeit entwickelt werden können.
Was treibt uns an? Was macht uns aus? Wie sollen wir leben? Die Antworten auf diese und weitere Fragen können sehr unterschiedlich ausfallen, je nachdem, ob wir bewusst darüber nachdenken und „kognitiv“ unterwegs sind, oder ob wir auch die Weisheit unseres „Unbewussten“ nutzen. Das Seminar fokussiert darauf, beides, unsere bewussten wie auch unsere unbewussten Seelenregungen zu identifizieren, zu erfahren, und für unser ganzheitliches Wachstum als Mensch zu nutzen.
Impathie ist die Fähigkeit, sich selbst mit einer annehmenden Haltung zu begegnen und sich mit all seinen Teilen, widersprüchlichen Gedanken, Gefühlen usw. wahrzunehmen und zu verstehen, ohne sich dabei von einzelnen Erlebensweisen davontragen zu lassen. Impathie ist die Voraussetzung für Selbst-Mitgefühl und eine Praxis der klugen Sorge für sich selbst.
Das Zürcher Ressourcen Modell ZRM®, entwickelt von Dr. Maja Storch und Dr. Frank Krause, ist eine theoretisch fundierte und wissenschaftlich überprüfte Selbstmanagementmethode, die auch noch Vergnügen bereitet. Sie basiert auf motivationspsychologischen und neurobiologischen Erkenntnissen zum menschlichen Lernen und Handeln. Im «ZRM®» Training erlernen Sie eine Methode zur Entwicklung von individuellen Handlungspotenzialen.
Nicht jeder Stress ist traumatischer Stress, doch wenn chronischer Stress auf die Entwicklung eines Kindes einwirkt, hat er besonders heftige Störungen zur Folge. Anders als bei Erwachsenen beeinflusst traumatischer Stress in Form von Vernachlässigung, Misshandlung und anderen Formen von Gewalt die im Wachsen befindliche Struktur des Gehirns. Wie kommt es, dass Kinder oder auch Erwachsene bei kleinsten Belastungen extreme Phänomene der Über- oder Untererregung zeigen, die in der Sprache der Psychotraumatologie als „Übererregung“ und „Dissoziation“ bekannt sind. Was ist dann hilfreich? Was kann man tun?
Aufstellungsarbeit hat wie kaum ein anderes szenisches Verfahren fachliche Kontroversen ausgelöst und gleichzeitig eine starke Verbreitung im Praxisalltag von Berater:innen und Therapeut:nnen erfahren. Inzwischen gibt es eine große Vielfalt unterschiedlicher Vorgehensweisen und Anwendungsbereiche. Hoher SE-Anteil!* (25 UE)
In vielen Konzepten, beispielsweise in Graves Entwurf einer allgemeinen Psychotherapie (1998), in Konzepten der Salutogenese oder in Konzepten der Gesundheitsförderung (Becker, 2001; Hurrelmann, 2009; Schemmel u. Schaller, 2003; Franke, 2008) gewinnen Ressourcenkonzepte immer mehr Raum. Die Nutzung der Ressourcen wird besonders in systemischen Ansätzen (siehe Schwing u. Fryszer, 2009; Ritscher, 2002; Hanswille u. Kissenbeck, 2008, Bleckwedel, 2008) und in der Integrativen Therapie (Petzold, 1997) in den Mittelpunkt gestellt.