Das Zürcher Ressourcen Modell ZRM®, entwickelt von Dr. Maja Storch und Dr. Frank Krause, ist eine theoretisch fundierte und wissenschaftlich überprüfte Selbstmanagementmethode, die auch noch Vergnügen bereitet. Sie basiert auf motivationspsychologischen und neurobiologischen Erkenntnissen zum menschlichen Lernen und Handeln. Im «ZRM®» Training erlernen Sie eine Methode zur Entwicklung von individuellen Handlungspotenzialen.
Nicht jeder Stress ist traumatischer Stress, doch wenn chronischer Stress auf die Entwicklung eines Kindes einwirkt, hat er besonders heftige Störungen zur Folge. Anders als bei Erwachsenen beeinflusst traumatischer Stress in Form von Vernachlässigung, Misshandlung und anderen Formen von Gewalt die im Wachsen befindliche Struktur des Gehirns. Wie kommt es, dass Kinder oder auch Erwachsene bei kleinsten Belastungen extreme Phänomene der Über- oder Untererregung zeigen, die in der Sprache der Psychotraumatologie als „Übererregung“ und „Dissoziation“ bekannt sind. Was ist dann hilfreich? Was kann man tun?
Aufstellungsarbeit hat wie kaum ein anderes szenisches Verfahren fachliche Kontroversen ausgelöst und gleichzeitig eine starke Verbreitung im Praxisalltag von Berater:innen und Therapeut:nnen erfahren. Inzwischen gibt es eine große Vielfalt unterschiedlicher Vorgehensweisen und Anwendungsbereiche. Hoher SE-Anteil!* (25 UE)
In vielen Konzepten, beispielsweise in Graves Entwurf einer allgemeinen Psychotherapie (1998), in Konzepten der Salutogenese oder in Konzepten der Gesundheitsförderung (Becker, 2001; Hurrelmann, 2009; Schemmel u. Schaller, 2003; Franke, 2008) gewinnen Ressourcenkonzepte immer mehr Raum. Die Nutzung der Ressourcen wird besonders in systemischen Ansätzen (siehe Schwing u. Fryszer, 2009; Ritscher, 2002; Hanswille u. Kissenbeck, 2008, Bleckwedel, 2008) und in der Integrativen Therapie (Petzold, 1997) in den Mittelpunkt gestellt.
Wir alle bewegen uns in Rollen. Berufliche Positionen, biographisch bedingte und privat gewählte Rollen – oft entsteht ein Rollenkarussell aus Erwartungen, Zuschreibungen und eigenen Ansprüchen.
Doch wo bleibe ich – zwischen Rollenerwartung und eigener Haltung?
Selbsterfahrung, Reflexion und professionelles Handeln in Machtbeziehungen
In der Arbeit mit Menschen, die an Traumafolgestörungen leiden, spielt die Entwicklung und Erweiterung von Selbstheilungskräften und von selbstwirksamem Verhalten eine grundlegende Rolle. Aufklärung darüber, was bei Traumatisierung geschieht und wie sich Traumafolgestörungen auswirken, hilft, das durch Traumatisierung oft „ver-rückte“ Verhalten - welches ein normales Verhalten auf verrücktes Erleben darstellt - einzuordnen und zu verstehen.
Bewegung kann im Rahmen der Systemischen Therapie und Beratung verschiedentlich eingesetzt werden. Sie kann z. B. auflockern, zur Aktivierung beitragen, Selbstwirksamkeitserleben ermöglichen, Ressourcen aktivieren, Menschen in die Interaktion bringen, Verhaltens- und Interaktionsmuster sichtbar und damit auch besprechbar werden lassen oder die Möglichkeit bieten, sich selbst neu zu erfinden.
Die Arbeit im erweiterten Setting wie Paar-, Familien-Setting oder mit anderen nahen Bezugspersonen zählt zu den Kernkompetenzen der systemischen Therapie. Während früher explizit von systemischer Familientherapie gesprochen wurde und die Arbeit mit mehreren Angehörigen in einer Sitzung Standard war, scheint diese Expertise mittlerweile aus unterschiedlichen Gründen teilweise verloren gegangen zu sein. Doch: Die Arbeit mit im Mehrpersonensetting ist für systemische Therapeut:innen sehr nutzbringend; und zu Beginn einer Therapie lohnt es generell, nahe Bezugspersonen einzuladen, um ihre Perspektive kennenzulernen und sie ggf. als Unterstützung zu gewinnen.
In der Begleitung von Kindern und ihren Familien, erleben wir immer wieder, dass insbesondere die kleinen Menschen Zeit und hilfreiche Mittel benötigen:
Dieses dreitägige Selbsterfahrungsseminar eröffnet Zeit und Raum, sich selbst in der eigenen Wirkung zu erleben – und zentrale Fragen der Lebens- und Beziehungsgestaltung nicht nur zu reflektieren, sondern erfahrungsnah zu erkunden:
Systemische Haltungen und Methoden zu nutzen, um die eigene Lebensgeschichte, persönliche Themen, relevante Beziehungen, private und berufliche Rollen und Zukunftsfragen zu betrachten, bildet ein wichtiges Fundament der systemtherapeutischen Tätigkeit. Auf der Riederalp im Allgäu umrahmt uns dazu inspirierend die Natur. Fünf Tage lang nähern wir uns unseren Themen und Mustern in verschiedenen Formaten: im Plenum, in Kleingruppen und allein, In- und Outdoor.
Der gesamte Körperausdruck wirkt unmittelbar auf die Menschen in unserem Umfeld, sowie das persönliche Empfinden und beeinflusst somit wechselseitig unsere Interaktionen. Das bewusste erleben und erkennen Lernen der Körpersprache hilft uns, uns selbst, sowie Dynamiken und Wechselwirkung in Begegnungen bzw. Beziehungen besser zu verstehen und diese positiv zu gestalten.
Muster, Aufträge und Geschichten, die wir aus unseren Ursprungsfamilien mitnehmen, beeinflussen uns oft ein ganzes Leben lang. Die Arbeit mit dem eigenen Genogramm erleichtert es, Geschichten anders zu erzählen, Kausalitäten neu zu sehen und den Schatz an Ressourcen zu entdecken. In diesem Seminar wird Liz Nicolai ganz praktisch in die ressourcenorientierte Genogrammarbeit und Familienrekonstruktion einsteigen, um mit Einzelnen oder in Kleingruppen Themen der Lebensgeschichte zu reflektieren und neu zu ordnen. Hoher SE-Anteil!* (25 UE)
In der Gesprächstherapie wird es immer wichtiger den Körper miteinzubeziehen. In diesem Seminar können verschiedenste körperzentrierte Möglichkeiten kennengelernt und praktisch ausprobiert werden, um in Kontakt mit uns und unseren Klient:innen auch in der Gesprächstherapie präsent, zentriert und verankert zu bleiben. Botschaften aus unserem Körpererleben helfen uns, uns selbst und die Klient:innen besser wahrzunehmen und unbewusste Inhalte zugänglicher zu machen.
Die systemische Selbsterfahrung in der Gruppe bietet Ihnen die Möglichkeit, sich intensiv mit Ihrem eigenen beruflichen und persönlichen Wachstum auseinanderzusetzen. Sie werden von erfahrenen Therapeut:innen begleitet, die Ihnen einen geschützten Raum bieten, um Ihre eigenen Herausforderungen und Themen zu reflektieren. Durch den systemischen Ansatz werden Sie Ihre eigene Rolle als Ärzt:in in einem größeren Kontext betrachten und neue Perspektiven gewinnen.
Hypno-systemische Konzepte mit Legosteinen umsetzen in Beratung, Supervision, Teamentwicklung, Moderation von Lern- und Veränderungsprozessen. Ein Thema, eine Herausforderung („Problem“), ein Ziel, eine Haltung, … mit Legosteinen zu bauen irritiert, verstört gewohnte Muster des Erzählens und Beschreibens.
Seit Beginn der 1990er Jahre gab es im Bereich der Traumatherapie eine rasante Entwicklung, die einerseits beachtliche und hoch effektive Verfahren zu Tage brachte (EMDR, Brainspotting, Ego-State, PITT, IRRT, tfKVT, CIPBS/TRUST, SE, etc.), andererseits fast dem Charakter einer inflationären Flutwelle gleichkam. Umso erstaunlicher ist es, dass erst seit 2005 eine beginnende und intensivere Auseinandersetzung in der systemischen Literatur mit der Psychotraumatologie (traumatherapeutischen Behandlungsverfahren, Traumafolgestörungen sowie neurowissenschaftlichen Erkenntnissen) zu finden ist.
Die Emotionsfokussierte Therapie (EFT) nach L. Greenberg ist ein wissenschaftliches Therapieverfahren, bei welchem Bewusstsein, Akzeptanz, Verstehen und Veränderung von Emotionen im Zentrum stehen. Schwerpunkt wird sein, wie ein/e Patient:in Zugang zu seinem/ihrem emotionalen Erleben, v.a. zu schmerzhaften Emotionen wie Scham, Traurigkeit und Angst gewinnt und wie er/sie dysfunktionale Emotionen verändern kann.
Patriarchale Muster erkennen – wirksam intervenieren
Patriarchale Kommunikations- und Entscheidungsstrukturen prägen oft unbemerkt Organisationen und Beratungsprozesse. Wer übernimmt Macht? Wer wird übergangen? Und welche Rollen werden stillschweigend zugeschrieben? Dieses Seminar zeigt, wie Berater:innen diese Dynamiken erkennen und systemisch-feministisch intervenieren können.
Das Leben im 21. Jahrhundert bietet für viele Menschen ungezählte Möglichkeiten. Gleichzeitig hält es reichlich Unsicherheiten bereit: Ausbildungen halten nicht mehr ein Leben lang, Zeitverträge führen zu Patchwork-Biografien, Lebensplanung wird zum Lotteriespiel. Wer Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung begleitet, muss ihnen die richtigen Fragen zur Verfügung stellen.
In der systemischen Therapie ergeben sich viele Möglichkeiten der Körper- und kreativen Arbeit. Haptische Zugänge zu Beziehungen oder kreative Möglichkeiten der Skulpturarbeit sind hier nur einige Beispiele. In diesem Workshop wollen wir sie praktisch und theoretisch über Bewegung, Klänge und andere kreative Medien in Kontakt mit der systemischen Therapie und deren kreativen Methodenvielfalt bringen.
Die paartherapeutische Weiterbildungslandschaft wurde in den letzten Jahrzehnten von Lehrenden und ihren jeweiligen Konzepten geprägt, unter ihnen Arnold Retzer, Hans Jellouschek, Ulrich Clement, David Schnarch, Esther Perel, John Gottmann und Jürg Willi. Sie weisen Gemeinsamkeiten und Unterschiede auf. In diesem Seminar werden einige der zentralen Elemente dieser Ansätze so vor- und einander gegenübergestellt, dass sie unmittelbar in der therapeutischen Praxis zur Anwendung kommen können und Orientierungsmarken für komplexe paartherapeutische Prozesse darstellen.